Herbstsalon 2024 – ereignisreiche Kunstschau von Holger Vockert In einer facettenreichen Werkschau präsentiert der Künstler Holger Vockert Skulpturen, Installationen und Kollagen der letzten 20 Jahren. Die Ausstellung findet vom 04.–26. Oktober 2024, jeweils freitags und samstags von 19-22 Uhr in der „Spinnerei“ in der Hattinger Altstadt statt.
Wöchentliche Akzente und Aktionen Das spezielle am Herbstsalon sind die wöchentlichen Akzente. Im Kontext mit den Impulsbegriffen wort, essen, glaube, kunst, wird die Ausstellung jede Woche neu gestaltet. Jeden Samstag finden zusätzlich Ereignisse und Performances statt.
Guter Start zur Eröffnung am Freitag. Volles Haus, interessante Gespräche und beste Stimmung mit rund 70 Besuchern. Der Samstag legt dann nochmal zu. Vier spannende Performances erzeugen über den gesamten Abend eine intensive Atmosphäre.
Videoclip der wort Performances vom 05.10.24
–––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––
preview | essen |11. + 12.10.2024
Es begleitet uns täglich und ist lebensnotwendig: essen. Grund genug sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen und die verschiedenen Facetten zu beleuchten.
ereignisse |12.10.2024 Performance: Hausschlachtung (Triggerentwarnung – es fließt kein Blut) Kurzfilme: Brad Wurst (Siegerbeitrag der 1. Int. Hattinger Kurzfilmtage 2012) und weitere
–––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––
preview |glaube | 18. + 19.10.2024
glaube. Manche haben ihn und manche nicht. Manchen gibt er eine Orientierung, manchen nicht.
Der Nukleus aller Kunst ist der Glaube….und da der Glaube frei ist, ist die Kunst es auch.
Freitag 18.10. : Neue Werke
Samstag 19.10 : Ereignisse
——-Pfarrer Frank Bottenberg reflektiert in einem Vortrag die glaubens- und oder religionskonnotierten Kunstwerke von Holger Vockert aus theologischer Perspektive.
–––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––
preview | kunst |25. + 26.10.2024
Kunst über Kunst.
Zum Abschluss des Herbstsalon 2o24 wird die Kunst an sich zum Thema
Freitag 25.10. : Neue Werke
Samstag 26.10 : Ereignisse
—–Victoria Hinzmann und Sanka Koslowski zeigen einen szenischen Ausschnitt aus dem Theaterstück „Kunst“ von Yasmina Reza.
—–Performance – Fünf Kunstwerke in fünfzehn Minuten, fast so gut wie Picasso.
–––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––
der künstler | holger vockert
Seit über 20 Jahren überrascht Holger Vockert immer wieder mit Aktionen und Installationen im öffentlichen Raum. Insbesondere seine großformatigen Projekte wie „bunkerartproject“, „das Kreuz“, „Der gelbe Mann“, „Weiltor“, „Getreidefeld“, „Sola scriptura“ und viele weitere haben bleibenden Eindruck hinterlassen.
In der Werkschau 2024 zeigt er – viele davon erstmals öffentlich – kleinformatige Skulpturen, Installationen und Kollagen. Durch die Kombination dieser Arbeiten mit thematisch passenden Events und Performances von Gastkünstlern erschafft er eine intensive und ganz eigene Ausstellungsatmosphäre.
Samira Salou lebt in Burkina Faso an der untersten Grenze des Existenzminimums.
Gewöhnlich greift die freie Hand in einen verbeulten Napf mit sehr karger Speise, dann folgt der Spendenaufruf.
Auf den Napf habe ich verzichtet.
An das Hungergefühl hat sie sich gewöhnen können, nicht aber an ihre niederschmetternde Perspektivlosigkeit.
Das Gesicht zeigt typische Merkmalen der afrikanischen Maskenkunst.
Damit will ich andeuten, dass die Menschen in Burkina Faso nicht nur Hunger haben sondern auch eine kulturelle Identität, die ein genauso existentielles Bedürfnis ist .
Das Kaiser Wilhelm-Reiterdenkmal findet sich weit hinten im Verlauf dieser Galerie als ein Projekt, dessen Realisiererungschance ich mit „unwahrscheinlich“ euphemistisch übertrieben habe.
Hier nun seht ihr , wie das Denkmal, mittlerweile in preußischblau lackiert, auf einem Tieflader vor die Bessemerhalle auf dem Gelände des LWL-Industriemuseum Hattingen rangiert wird.
Anlässlich der Austellung “ Stahl und Moral -100 Jahre 1.Weltkrieg “ des Landschaftsverbandes Westfalen – Lippe ,kurz LWL genannt,kommt dieses Werk zu meiner großen Freude , konzeptionell angemessen verbunden,voll versichert und sicherheitsdienstlich beschützt zur Ausstellung
Das „große“ Projekt im Jahre des Herren 2014 war aus kommunalpoltisch gegebenen Anlass das neue Weiltor.
Ein Thema vor allem für, wahrscheinlich ausschließlich für Hattinger, die die Umsetzung des „Stadttorkonzept“ seit nunmehr 15 Jahren mit ziemlich gemischten Gefühlen verfolgen, aus Gründen , die wiederum auch nur Hattinger verstehen.
Die Kunst ist in Gefahr,politischem Opportunismus zum Spielball zu werden und ruft den Inoffiziellen 2. Hattinger Verschönerungsverein auf den Plan.(dessen Kim Jung Son Ill nordkoreamäßiger Präsident ich bin )
Um überhaupt als ernsthaft meinungswürdig eingestuft zu werden , haben wir ein eigenes Stadttor gebaut.
Wir, heißt in diesem Falle, in anteilsgleicher Kooperation mit Tom Weiser /Hattingen
TaaTaaa!!!! Stadttor ist fertig.Es ist vorbei,alle eure Feinde sind tot. Was jetzt??
Dann haben wir auch viel diskutiert im Kulturausschuß und mit der Bürgermeisterei und so, hat aber nix genutzt, außer das das Bürgerpublikum uns für unseren Freisinn anerkennt.
Das ist aber ein hohes Lob,denn die Anerkennung der Bürgerschaft gibt es nicht so einfach für nix und herumschwätzen.
Wer will kann einen schönen Film über die Installation sehen: www:Ruhrkanal Tv/ Weiltor und so weiter, das findet ihr schon im allwissenden Internet.
Dieses Projekt ist vollständig aus Spenden der Bürgerschaft und mit sachkundiger Hilfe Hattinger Handwerker realisiert worden. Insgesamt rund fünfzig Bürger haben sich in dieses Projekt „eingebracht“.
Geldleistung : Dreißig Einzelspenden zu je 25 €
Sachleistung : 20 Bürger die das Projekt mit Engament und Sachverstand und Handwerkszeug möglich gemacht haben.
Weil ich als Präsident mit diktatorischen Vollmachten natürlich auch ein strahlendes Vorbild sein muss,stehe ich ängstlich aber entschlossen auf dieser schwindelerregend hohen Leiter, wo sich sonst keiner drauf traut, dem sein Leben lieb ist.
Herr und Frau Wanderparkplatz ist mitnichten eine besonders originelle Namensschöpfung,die beiden heißen tatsächlich so.Unten rechts im Bild ist ein Ausschnitt eines Photos vom Verkehrsschild „Wanderparkplatz“ .Realiter zu finden im Felderbachtal kurz hinter dem Gasthof Behmenburg(Mittwoch ist Schnitzeltag) in Fahrtrichtung rechts.
Eine umfassende Dokumentation des Projektes und seine Weiterentwicklung in 2012 findet sich unter www.Hattinger-Kreuz-Weg.de
Der Glaube an die Wiederauferstehung des Jesus Christus ist der absolute Wesenskern des christlichen Glaubens.Das Hauptsymbol der Christenheit ist das Kreuz.Die Gestaltung dieses Kreuzes ist die Quintessenz der Auseinandersetzung mit den grundlegenden Aspekten des Glaubens.Für den „Hattinger Kreuzweg 2011“,ein Projekt der Ev.St.-Georgsgemeinde wurde das Kreuz realisiert.
Meine 70-iger Jahre Blumenvasensammlung im Hintergrund kann getrost ignoriert werden.
Frau mit Kind.Kunstgeschichtlich betrachtet,ein Motiv,dass sich in allen Epochen und Kulturkreisen findet.
Ganz großes Thema.
Ein schönes Verkehrsschild.Eingeführt 1971. Frau mit Kind soll andere Strassenseite benutzen.. Die graphische Darstellung ist noch sehr figurativ.Das Kind geht oder schaut eigentümlicherweise in entgegengesetzte Richtung.
Bis 1971 galt allerdings dieses Verkehrszeichen zur Kennzeichnung eines Gehweges. Der Mann (mit den Bonbons) wurde aus „sittlichen“ Gründen durch eine Frau ersetzt.Die Darstellung ist immer noch sehr figurativ.
Heute gilt diese Version des Schildes.Zur Olympiade 1972 in München hat Otl Aicher mit seinen Piktogrammen für alle Sportarten einen neuen Standard für visuelle Leitsysteme entwickelt,der sich in vielen andere Bereichen durchgesetzt hat, eben auch auf Verkehrsschildern.Jetzt ist auch die Laufrichtung eindeutig.
Die Graphik ist naturgemäß zweidimensional.In der Vollplastik habe ich die Linienführung der Graphik auf den ganzen Körper übertragen…und wie gesagt,Vasen bitte nicht sonderlich beachten.
Den bösen Mann habe ich auch umgesetzt.
Der Unhold geht ins schwarze Nichts, wohin auch sonst.
Ein Radius von 80cm, auf dem der rechte Arm und das rechte Bein liegen, begrenzt die Figur und zwingt die verbleibenden Gliedmaßen und den Rumpf zu ebendieser Haltung,wenn sie denn natürlich wirken soll.
Die Skulptur ist ausschließlich aus Baustoffresten wie Hartschaumdämmung,Elektrikergips,Polyesterspachtel hergestellt und mit zusammengerührten alten Farben lackiert, weil es mir völlig egal ist aus welchem Material eine Skulptur ist,solange es sich zum Zwecke eignet.Der Arbeitsaufwand für diese nullmaterialwertige Figur liegt über den Daumen gepeilt bei 60 Stunden und deswegen rufe ich einen richtungsweisenden Preis von 1200 € auf,falls mal jemand fragen sollte.Man hat schließlich Verpflichtungen.
Das Gestaltungskonzept „Zielphotoästhetik“ ist bei der Athletin noch konsequenter umgesetzt als bei ihrem großen Bruder.
Ohne glättende,mildernde oder ergänzende Eingriffe ist die Figur mit dem Anspruch gestaltet,dem Zielphoto möglichst gut zu entsprechen. Die Läuferin in der Bildmitte des folgenden Zielphotos war das Vorbild.
Die Entfremdung des Konsumenten von der Herkunft und den Eigenarten der Herstellung der alltäglichsten Lebensmittel ist der Hintersinn dieses Objektes.
Der volle Titel lautet: Die zweite Natur des Herings ist es ein Rollmops zu sein
Perspektive braucht der Mensch oder der gelbe Mann
In grobe Kleidung gehüllt, richtet ein Arbeiter seinen Blick spähend in die Ferne.
Die Skulptur steht auf der Spitze eines Lampenmastes der alten Bahnanlage der Henrichshütte in Hattingen.
Diese Skulptur steht sinnbildlich für die notwendige und von vielen als bedrohlich empfundene Neuorientierung nach der Stilllegung des Hüttenwerkes und des Verlustes tausender Arbeitsplätze.
Dieser Holzring passt genau auf den oberen Rand eines Standardvorratsbehälter für Kaffee.Dieses Produkt löste die Frage,wohin mit dem Kaffeesatz aus dem Siebhalter.
Espressomaschinen mit Siebhalter sind mittlerweile obsolet.Der moderne Vollautomat hat keinen Siebhalter mehr. Dieses überaus praktische Produkt ist vom Kaffekochenfortschritt überholt worden bevor ich meine weltweiten Rechte an diesem Produkt versilbern konnte.
Dieses Objekt interpretiert das Buch auf verschiedenen Bedeutungsebenen.Als Medium,Kulturträger,Bildungsstatussymbol,Dekorationsgegenstand und was einem noch so einfällt.Mich hat immer gewundert,warum so viele,wenn nicht die meisten Leute,alle ihre Bücher ein Leben lang mit sich herumschleppen obwohl die Bücher,vor allem belletristische ,eh kein zweites Mal gelesen werden und als bibliophile Massenware eigentlich keinen nennenswerten Wert haben.Verschärfend kommt hinzu,dass der fleißige Leser/in oft weitestgehend den Überblick über seine Bestände verloren hat und über die Inhalte erst recht.Da scheint mir die Variante, auf den Inhalt,sprich den Textteil eines gelesenen Buches zu verzichten und lediglich den Buchrücken aufzubewahren sehr praktisch.Gewichtsverlust 80%,Bedeutungsverlust,na ja 5%.Die Bücher wirken etwas amputiert aber daran gewöhnt man sich schnell.
Sieht doch gut aus !
Meine eigenen Bücher habe ich ,zugegeben,für dieses Objekt nicht verbaut.
Diese Arbeit visualisiert den Mythos des sogenannten „Horkenstein“ als Blutopferaltar der alten Germanen.
In verschiedensten heimatkundlichen Schriften, beginnend mit den „Antiques Hattnegenses“ von A.Kortum, Pastor zu Hattingen 1711-1721,finden sich frei erfundene Szenarien von mondhellen Nächten,heidnischen Priestern,Tieropfern und bei den besonders phantasievollen Autoren eben auch Menschenopfern.
Erst Dr.Heinrich Eversberg beendete die fast 300 Jahre währende Sagenbildung um den Horkenstein.Seine Expertise (nachzulesen in „Das mittelalterliche Hattingen“ Eversberg 1985) weist den Stein aus als germanischen Kalenderstein.
Ein Denkmal für die Protagonisten des Kaiserreiches,vorzugsweise Kaiser Wilhelm oder Bismark gehörte seinerzeit zur Pflichtausstattung des öffentlichen Raumes jeder Gemeinde. In Hattingen stand eine Büste des Kaisers vor dem damaligen Kreishaus.
Nach der ruhmlosen Abdankung des Kaisers verschwanden im Laufe der Zeit viele Denkmäler spurlos,so auch die Büste.Der alte Denkmalplatz ist heute ein Parkplatz.
Eingedenk der geschichtlich nachfolgenden Ereignisse konterkariert mein Denkmal die im 1.Weltkrieg untergegangene Kaiser-und Reichsherrlichkeit.
Das Denkmal ist als 1:1 Modell fertiggestellt.
Für dieses Projekt gibt es viel Zuspruch und zuwenig Geld.
Dieser Erbsenpistolenschießstand wurde dem Landeskriminalamt/Bayern initiatv zur Eignungsprüfung zur Verfügung gestellt,geprüft und in Betreff der Tauglichkeit als Trainingsmittel für waffentragende Mitarbeiter für untauglich erklärt.